Schmidt, Gezielte Förderung lautsprachlicher Kompetenzen

Schmidt, Gezielte Förderung lautsprachlicher Kompetenzen

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Beschreibung

2012, 176 Seiten, kartoniert


Schritt für Schritt zum frühen Erwerb von Artikulation – Wortschatz – Grammatik in der Erst- oder Zweitsprache

 

In unserer heutigen plurilingualen und häufig kommunikationsarmen Gesellschaft erhöht sich die Anzahl an Kindern, die Schwierigkeiten haben, bis zur Einschulung wichtige lautsprachliche Kompetenzen zu erwerben, dramatisch. Viele Kinder, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, weisen eine Verzögerung des Grammatikerwerbs, einen eingeschränkten Wortschatz, reduzierte phonologische Kompetenzen und Artikulationsschwierigkeiten auf. Nicht alle Kinder sind „therapiebedürftig“, allerdings benötigen viele Kinder eine systematische, gezielte und intensive Förderung ihrer sprachlichen Fähigkeiten. Die Konsequenzen mangelnder lautsprachlicher Kompetenzen, v.a. zum Zeitpunkt der Einschulung, sind in zahlreichen Studien eindeutig belegt worden: große Schwierigkeiten, den schulischen Anforderungen gerecht zu werden. Statistische Erhebungen weisen unmissverständlich darauf hin. Misserfolge in der Schule sind die tragische Konsequenz für die betroffenen Kinder.
Eine gezielte sprachliche Förderung sollte aber nicht nur den Kindern zukommen, die Schwierigkeiten im Spracherwerb manifestieren oder die die deutsche Sprache als Zweitsprache erwerben. Eine gezielte Sprachförderung ist für alle Kinder, ob mit oder ohne Auffälligkeiten im Erwerb lautsprachlicher Kompetenzen, ob in der Erst- oder in der Zweitsprache, sinnvoll: die Basisfähigkeiten des späteren Schriftspracherwerbs werden aufgebaut und den positiven Korrelationen, die zwischen den verschiedenen Sprachebenen, der kognitiven Entwicklung und den schulischen Leistungen bestehen, wird Rechnung getragen. In den Bildungsplänen vieler Länder genießt eine gezielte Sprachförderung bereits im vorschulischen Alter absolute Priorität.
 

  • Die Förderung hat demnach
  • als erste Zielgruppe „Kinder mit ganz unterschiedlichen lautsprachlichen Schwierigkeiten“, sei es in Kindertagesstätten, in Regelkindergärten oder in Sonderschuleinrichtungen
  • als zweite Zielgruppe „Kinder mit Migrationshintergrund“, mit dem Ziel, vor der Einschulung bestmögliche Deutschkenntnisse zu vermitteln
  • als dritte Zielgruppe jedes weitere Kind im vorschulischen und frühen schulischen Alter, mit dem Ziel, wichtige Basisfähigkeiten und sprachliche Kompetenzen aufzubauen.