Fendler, ARFID
Artikelnummer: 472588
Beschreibung
2025, 148 Seiten, kartoniert
Das wenig verstandene Essverhalten vieler Betroffener von AD(H)S und Autismus
Kennen Sie das? Der tägliche Kampf am Esstisch. Die Verzweiflung, wenn Ihr Kind wieder nur die „sicheren“ Nudeln oder Pommes isst. Oder die stille Scham, die Sie als Erwachsener fühlen, weil Einladungen zum Essen einem Spießrutenlauf gleichen.
Die Autorin Ann Fendler kennt diesen Kampf aus eigener Erfahrung. Für sie war er jahrzehntelang ein stiller Begleiter , geprägt von Angst und Ekel. Erst ihre späte ADHS-Diagnose und die anschließende Entdeckung von ARFID brachten den Wendepunkt: „Endlich hatte mein lebenslanger Kampf einen Namen“.
Dieses Buch ist das Ergebnis ihrer persönlichen Reise. Es ist kein medizinischer Ratgeber einer Ärztin, sondern der mitfühlende Versuch, all die Informationen zu bündeln, die sie sich über Jahre in Therapien, Selbsthilfegruppen und der Neurodivergenz-Community mühsam zusammensammeln musste. Es ist das Buch, das sie sich selbst am Anfang ihres Weges gewünscht hätte.
Fendler deckt eine provokante und zugleich erlösende These auf: Für viele Betroffene ist ARFID keine separate Störung, sondern die logische, körperliche Manifestation ihrer Neurodivergenz.
Dieses Buch ist ein Kompass für eine oft missverstandene Welt. Es entschlüsselt, wie die unsichtbaren Herausforderungen von ADHS (und Autismus) das Essverhalten direkt formen.
Was Sie in diesem Buch entdecken:
Die verborgene Logik: Warum das neurodivergente Gehirn Essen oft als sensorische Überlastung, Bedrohung oder unkontrollierbares interozeptives Chaos wahrnimmt.
Die Psychologie der Kontrolle: Wie das Festhalten an „sicheren Lebensmitteln“ kein Trotz, sondern ein tief menschlicher Versuch ist, in einer chaotischen Welt Vorhersehbarkeit und Autonomie zu erlangen.
Die Dopamin-Verbindung: Die provokante Selbstmedikationshypothese – wie das ADHS-Gehirn gezielt hochverarbeitete Lebensmittel nutzt, um ein chronisches Dopamin-Defizit unbewusst selbst zu regulieren.
Praktische Strategien für Erwachsene: Konkrete Werkzeuge, um die „Essens-Exekutive“ (Planung, Einkauf) zu meistern, soziale Minenfelder (Restaurant, Dates) zu überleben und die Deutungshoheit über den eigenen Körper zurückzugewinnen.
Hilfe für Eltern: Warum Druck nach Ansicht vieler Experten scheitern muss. Wie Sie mit spielerischen Ansätzen wie „Food-Chaining“ und „Sensorischen Leitern“ Brücken bauen und durch Ko-Regulation die Kämpfe am Esstisch beenden.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für radikales Mitgefühl. Es ist eine Brücke des Verstehens, die Schuldzuweisungen beendet und die Tür zu einem neuen, mitfühlenden Miteinander öffnet.
